Am 12.06.2021 kamen die Kameradinnen und Kameraden zur wohl ungewöhnlichsten JHV unserer Geschichte zusammen.

Aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt, am 1. Samstag im Januar, sondern im Sommer, wurde diese Veranstaltung unter den größtmöglichen Hygienemaßnahmen in der Wache und nicht wie gewohnt, im Dorfgemeinschaftshaus, abgehalten. Leider mussten wir auf unsere Gäste, die Ehrenabteilung und die Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter verzichten, um hier die Gefahr einer Ansteckung so klein wie möglich zu halten. Auch auf unser traditionelles, gemeinsames Essen mussten wir verzichten.

Einige wenige Gäste durften wir aber doch begrüßen. So waren unser Dienstherr, Bürgermeister Klaus Balzat und unser Kreis,- und Landesbrandmeister Frank Homrich zugegen, sowie Lisan Huß, die den Jahresbericht unserer Jugendabteilung vortrug.

Der Jahresbericht 2020 enthielt u. a. 10 Alarmierungen, sowie mehr als 80 Übungsdienste. Diese Zahl entspricht nahezu einer Verdoppelung der Übungsdienste aus den Vorjahren und das in einer Zeit, in der Coronabedingt eigentlich nicht viel möglich war. Die Erklärung hierfür liegt in der Neuanschaffung des LF 10/TH im Frühjahr 2020 und der vielen kleinen Ausbildungsdienste am Fahrzeug, welche in Gruppen zu 2 Kameraden vorgenommen wurden.

Die Wahlen des Abends konnten allesamt sehr deutlich, größtenteils sogar einstimmig, durchgeführt werden.

Am Anfang stand die Aufnahme des Anwärters Sven Kruse in die Wehr. Dieser wurde nach Abstimmung durch Vereidigung und Übergabe der Satzung, gemeinsam mit Milena und Adrian Hoffmann, die aus der JF in die aktive Wehr übergetreten sind, im Kreise der Kameradinnen und Kameraden aufgenommen.

Im Anschluss wurden der Wehrführer Karsten Sahlmann und der Gruppenführer Sören Beste für weitere sechs Jahre in ihren Ämtern bestätigt.

Als neuer Gruppenführer der Reserveabteilung folgt Thomas Ressin auf Manfred Glaw, der aus Altersgründen nicht erneut zur Wahl stand.

Zum neuen Gerätewart wurde Martin Hachmann gewählt, neuer Atemschutzgerätewart ist der bisherige Stellvertreter Caner Bozyigit. Ihm steht als neuer stellv. Atemschutzgerätewart Michael Lehmann zur Seite.

Die Kameraden Martin Hachmann, Thomas Ressin und Caner Bozyigit sind dadurch neue Mitglieder des Wehrvorstandes und lösen die Kameraden Asmus Marquardt, Manfred Glaw und Fabian Glaw ab, denen im Zuge der Versammlung für ihre, z. T. langjährige Vorstandsarbeit ein großer Dank ausgesprochen wurde.

Thomas Ressin wurde mit dem Brandschutzehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktive Arbeit in der Wehr ausgezeichnet. Sönke Hachmann, Rolf Thies und Karsten Sahlmann wurden für 30 Jahre, Thomas Laabs für 20 Jahre Dienst geehrt.

Ein großer Dank erging auch an Frank Wieckhorst und Rolf Hachmann, die über viele Jahre fester Bestandteil des Festausschusse waren und diesen nun verlassen haben. Der Festausschuss besteht nun aus den Kameraden Vito Gollnow, Kevin Sommer und Rainer Burchert, die zukünftig alle Kameradinnen und Kameraden stärker in die Unterstützung bei Veranstaltungen einbinden werden.

Nach etwas mehr als zwei Stunden konnte die Versammlung, wie immer mit dem gemeinsam gesungenen "Schleswig-Holstein-Lied" geschlossen werden.

??‍? …mit Abstand… ??‍? …der kürzeste, aber aufwendig geplanteste Dienst unserer Jugend. Aber wir haben es möglich gemacht und konnten am 10.06.2021 unsere Jahreshauptversammlung unter den bekannten Corona-Auflagen stattfinden lassen. ?

Wir danken unserem Bürgermeister Klaus Balzat und unserem Wehrführer Karsten Sahlmann für die herzlichen Worte an unsere Jugend. ☺️

Und wir gratulieren ? :
• Lisann Huß zur gewählten Jugendgruppenleiterin
• Ben Laabs zum gewählten Jugendgruppenführer
• Lena Weitzel zur gewählten Schriftführerin
• Mats Hinrichs zum gewählten stellvertr. Jugendgruppenführer

Wir freuen uns auf auf weitere Dienste -hoffentlich ohne erneute Zwangspause! ??‍♀️

Wir arbeiten
# nachwuchsorientiert
# motiviert
# ehrenamtlich
# FREIWILLIG

Deine FF Seeth-Ekholt
Ehrenamt seit dem 11.06.1924

Zu den Aufgaben der Feuerwehr gehören viele Dinge, wie zum Beispiel die technische Hilfeleistung sowie das Bekämpfen von Feuer im Innen- oder Außenangriff welches real zum Glück eher selten vorkommt aber trotzdem geübt werden muss.

Am Samstag den 5.6.2021 war es soweit und eine Gruppe von 11 Kameradinnen und Kameraden bestehend aus Truppführer/innen, Truppfrauen und Truppmännern machte sich auf den Weg zum Atomkraftwerk Brokdorf. Alle Kameradinnen und Kameraden waren Atemschutzgeräteträger. Diese Kameraden zeichnen sich aus durch eine hohe körperliche Belastbarkeit und eine besondere Art der Ausbildung die alle drei Jahre arbeitsmedizinisch geprüft wird. Vor Ort angekommen bekamen wir eine sehr gute Einweisung vom Ausbilder Michael Fares von der Werksfeuerwehr des Atomkraftwerkes Brokdorf. Bei der ersten Übung konnten wir erleben wie es zu einer Rauchgasdurchzündung (Flashover) an der Decke eines Raumes kommt. Kurz erklärt bedeutet es, das es sich bei Rauch um eine unvollständige Verbrennung handelt, die bei hoher Temperatur zu einer eigenen vollständigen Verbrennung wird. Das heißt, dass sich der Rauch an der Decke entzündet und extreme Temperaturen erzeugt. Solche Durchzündungen können zum Beispiel bei Wohnungs- oder Kellerbränden auftreten. Bei einer weiteren Übung konnten wir üben, wie der Brand in einem Raum erst runter gekühlt wird, um dann optimal das Feuer löschen zu können ohne zusätzlichen Nebel durch Wasser im Raum zu erzeugen. Die letzte Übung wurde in kleinen Trupps durchgeführt. Es galt sich im Team=Trupp in mehreren verqualmten, verbauten und unübersichtlichen Räumen bei enormer Hitze zu orientieren und erfolgreich das Feuer zu finden und dann auch zu löschen. Besonders schwierig war es einen mit 12 Bar gefüllten C-Schlauch über mehrere Räume hinter sich her zu ziehen und dann dosiert Sprühstöße mit Wasser über ein Fogfighter Rohr abzugeben.

 

Zum Übungsobjekt können wir berichten das es sich um eine Feststoff befeuerte Heißübungsanlage mit einer Deckentemperatur von ca. 900°C- 1100°C handelt. Die außenliegende Brandkammer steht auf 60cm erhöht, um den Feuerwehrkameraden eine freie Sicht auf das Übungsszenario zu ermöglichen. Die Anlage gilt als Realbrandanlage und ist sowohl eine Kellersimulations- und Schiffssimulationsanlage. Die Szenarien gehen von Erzeugen von Flammenzungen bis hin zu Rauchgasdurchzündungen. In dieser aus Stahl gebauten Anlage gibt es viele Möglichkeiten, einen Löschangriff einzuleiten. Die Zugangsmöglichkeiten über ein Obergeschoss in den Übungsraum mit einer Steigleiter oder der Zugang durch ein Mannrohr geben der Anlage zusätzlich einen Industriecharakter.

Da es derzeit die größte und modernste Anlage in Schleswig-Holstein ist, werden pro Jahr ca. 60 Durchgänge mit ca. 1000 Teilnehmern durchgeführt. Einem Außenstehenden kann man das Gefühl in einer solchen Anlage wie folgt beschreiben: „Es ist wie ein extremer Saunaaufguss, der das Visier des Helmes schmelzen lassen kann und durch das Leder der Stiefel und Handschuhe Brandblasen auf der Haut entstehen lässt“.

Alles in allem hat dieser Tag gezeigt wie wichtig ein hoher Stand an Ausbildung ist und wie sehr sich die Kameraden und Kameradinnen gegenseitig aufeinander verlassen können und müssen. Jeder hat auf den anderen Rücksicht genommen, dem anderen geholfen beim Anlegen oder Ablegen der Ausrüstung und zu keinem Zeitpunkt hat man den Kameraden in der Anlage bei den Übungen aus den Augen verloren oder hatte jemals das Gefühl das man mit der Situation alleine gelassen wurde.

 

 

Es war ein gelungener Übungstag an den wir noch lange zurück denken werden.

 

 

 

 

Am 26.05.2021 hatten wir Besuch vom Fotografen Heiko Engelhardt, der für Fotos von Einsatzfahrzeugen fleißig von Wehr zu Wehr fährt. Über den Termin freuten wir uns sehr, da wir bei gutem Wetter auch endlich unser LF10 für ein paar Fotos ins gute Licht stellen konnten. Einige Bilder haben wir verwendet, um auch gleich unsere Internetseite zum LF10 zu aktualisieren. Viel Spaß. 

 

 

Mehr Informationen zum LF10: Unser Florian Pinneberg 25-48-01

 

 

Liebe Besucherinnen und Besucher,

herzlich Willkommen auf der neuen Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Seeth-Ekholt.

Mit unserem Internet-Auftritt möchten wir versuchen, allen Interessierten unsere Organisation näherzubringen und hoffen, dass wir Euer Interesse an unserer Wehr so wecken, bzw. aufrechterhalten können.

An 365 Tagen im Jahr, bei Wind und Wetter, bei Tag und bei Nacht, können sich ca. 900 Seeth-Ekholterinnen und Seeth-Ekholter darauf verlassen, dass 48 aktive Kameradinnen und Kameraden im Ernstfall sofort alles stehen und liegen lassen wenn es darum geht, in Notsituationen Hilfestellung zu leisten und zwar im gesamten Gemeindegebiet, welches eine Fläche von ca. 6,90 km² umfasst.

Diese Einsatzbereitschaft sehr vieler Freiwilliger erscheint vielen als Selbstverständlichkeit und nur wenigen ist bewusst, wie viel Arbeit unsere Feuerwehrleute leisten. Hinter dieser Leistung stehen Frauen und Männer, die im Dienste für ihre Mitmenschen auf ihre Freizeit verzichten.

Selbstverständlich ist es, dass unsere Einsatzkräfte überdurchschnittlich ausgebildet werden und dass dieser Ausbildungsstand durch Ausbildungs- und Übungsdienste beibehalten und ausgebaut werden muss.

Gleichzeitig sind wir darauf angewiesen, dass Fahrzeuge und Ausrüstung möglichst immer auf dem Stand der Technik sind, den wir zur Erfüllung der an uns gestellten Herausforderungen bei sämtlichen Brandeinsätzen, bei Einsätzen der technischen Hilfe, oder bei allen anderen Anforderungen an die Wehr, benötigen. Hier konnten wir in hervorragender Zusammenarbeit mit der Gemeinde im vergangenen Jahr einen großen Schritt in die richtige Richtung gehen.

Trotz eines sehr schwierigen Jahres 2020, welches mit dem Beginn der Corona-Pandemie allen Feuerwehren das Leben durch den fehlenden Dienstbetrieb schwer gemacht hat, können wir doch auf ein sehr interessantes Jahr zurückblicken. So konnten wir mit dem LF 10/TH der Firma Magirus ein neues und sehr effizientes Fahrzeug in den Dienst stellen und wir konnten uns über das 40-jährige Bestehen der sehr engen Freundschaft zu den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Unterschüpf freuen. Leider konnten beide Ereignisse nicht so begangen werden, wie es den Anlässen entsprochen hätte.

Ausblickend auf das Jahr 2021 ist die Pandemie leider noch immer nicht ausgestanden. Dieser Umstand behindert weiter massiv nicht nur die Dienstabläufe der Einsatzabteilung, sondern auch die hervorragende Jugendarbeit unserer Jugendwartung. Aber ebenso wie es mich freut, dass die 18 Mädchen und Jungen unserer Jugendabteilung trotz der fehlenden Übungsmöglichkeiten, der Wehr durch die lange Zeit die Treue gehalten haben, so hoffe ich auch, dass spätestens im Sommer wieder ein geregelter Dienstbetrieb Einzug halten kann.

Abschließend möchte ich allen Kameraden, die bei der Erstellung dieser Homepage mitgewirkt haben, meinen herzlichen Dank aussprechen und wünsche Euch viel Spaß beim Stöbern in den vielen interessanten Rubriken unserer Wehr.

 

                                                                                                                                   Seeth-Ekholt, im März 2021

Freiwillige Feuerwehr Seeth-Ekholt

        - Der Wehrführer-

        Karsten Sahlmann